Was kostet eine Hotel-Website?
Eine Webvisitenkarte startet bei 99 €. Das ist ein One-Pager mit Zimmerübersicht, Preisen, Anfahrt, Telefonnummer und Anfrageformular, passend für kleine Pensionen und einzelne Ferienwohnungen. Eine mehrseitige Website mit eigenen Seiten pro Zimmerkategorie, Frühstück, Umgebung und Anfahrt beginnt bei 399 €. Der Relaunch eines veralteten Hotel-Auftritts startet bei 799 €, inklusive Übernahme der Inhalte, Weiterleitungen der alten Adressen und neu aufbereiteter Zimmerbilder. Die Anbindung an ein vorhandenes Buchungssystem rechne ich getrennt ab, weil der Aufwand vom System abhängt: Hat es eine dokumentierte Schnittstelle, ist es überschaubar. Alle Preise netto, Festangebot schriftlich vor Projektstart, keine Stundenzettel.
Könnt ihr mein Buchungssystem an die Website anbinden?
Ja. Wenn dein Haus bereits ein Buchungssystem oder einen Channel-Manager nutzt, binde ich es an, statt dir ein zweites danebenzustellen. Belegt am Hotel Nordpol in Heiligenhafen: Dort läuft Little Hotelier von SiteMinder. Die Website fragt Zimmertypen, Preise und freie Nächte live über die Schnittstelle ab und zeigt sie direkt auf der Seite an, der Gast schließt anschließend in der Buchungsstrecke des Systems ab. Technisch funktioniert das mit jedem Anbieter, der eine dokumentierte Schnittstelle hat, also auch mit Lösungen wie Beds24, Smoobu, apaleo oder einem hauseigenen PMS. Was genau möglich ist, hängt vom Anbieter ab: Manche Schnittstellen geben nur Verfügbarkeit und Preise heraus, andere lassen die komplette Buchung auf deiner eigenen Seite zu. Das prüfe ich vor dem Angebot an der echten Schnittstelle nach, nicht an der Werbebroschüre. Wenn du noch gar kein System hast, geht es auch ohne: dann läuft die Anfrage über ein Formular mit Zeitraum und Personenzahl.
Lohnt sich eine eigene Website, wenn ich über Booking.com ausgebucht bin?
Die Portale kosten Provision, üblicherweise 15 bis 18 Prozent pro vermittelter Übernachtung. Bei einem Zimmer für 100 € gehen also 15 bis 18 € weg, jede Nacht, dauerhaft. Eine eigene Website kostet einmalig und danach nur Hosting. Die Rechnung dreht sich entsprechend schnell. Wichtig ist die ehrliche Einordnung: Die Portale liefern Reichweite, die du allein nicht hast, vor allem bei Gästen, die zum ersten Mal in die Region kommen. Der sinnvolle Weg ist deshalb selten entweder oder. Sinnvoll ist, die Portale als Schaufenster laufen zu lassen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass der Gast, der deinen Hausnamen googelt, auf deiner eigenen Seite direkt buchen kann statt wieder im Portal zu landen. Genau diese Gäste sind die, die wiederkommen.
Wie zeige ich freie Zimmer an, ohne dass es veraltet?
Von Hand gepflegte Belegungspläne veralten immer, das ist keine Frage der Disziplin, sondern des Betriebsalltags. Deshalb gibt es zwei saubere Wege. Erstens: Die Website fragt die Verfügbarkeit live beim Buchungssystem ab, dann stimmt sie immer, ohne dass jemand etwas pflegt. Zweitens, wenn kein System vorhanden ist: Die Seite zeigt gar keine Belegung, sondern nimmt eine Anfrage mit Wunschzeitraum entgegen, die du bestätigst. Das ist ehrlicher als ein Kalender, der seit März auf Grün steht. Was ich nicht baue, ist eine Zimmerbelegung, die jemand jeden Morgen von Hand nachtragen muss. Das hält kein Betrieb durch und der erste falsche Eintrag kostet Vertrauen.
Ich vermiete nur eine Ferienwohnung. Ist das nicht zu groß?
Nein, im Gegenteil. Bei einer einzelnen Ferienwohnung oder einem Ferienhaus ist der Provisionsanteil besonders spürbar, weil die Buchungen einzeln und länger sind. Eine Webvisitenkarte ab 99 € mit Bildern, Ausstattung, Preisen pro Saison, Anfahrt und Anfragestrecke reicht in diesem Fall völlig aus. Sinnvoll ist dann auch, den Hausnamen als eigene Domain zu führen, damit Stammgäste beim nächsten Mal direkt bei dir landen statt beim Portal. Kalender und Buchungssystem lassen sich später jederzeit ergänzen, wenn mehr Einheiten dazukommen.
Was muss auf einer Hotel-Website unbedingt stehen?
Preis, Verfügbarkeit, Bilder der echten Zimmer, Lage und eine Möglichkeit, sofort zu buchen oder anzufragen. In dieser Reihenfolge. Gäste entscheiden in Sekunden, und sie entscheiden fast immer an denselben drei Fragen: Passt der Zeitraum, passt der Preis, sieht das Zimmer aus wie auf den Bildern. Alles andere, also Geschichte des Hauses, Team, Region, Ausflugstipps, ist gut für die Stimmung und für Google, entscheidet aber selten die Buchung. Ganz konkret gehören dazu außerdem die Check-in-Zeiten, die Frühstückszeiten, ob Hunde erlaubt sind, ob es Parkplätze gibt und wie die Stornobedingungen lauten. Das sind die Punkte, wegen derer sonst das Telefon klingelt.